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Seekrankheit auf dem Segelboot vermeiden

Warum Seekrankheit entsteht, was vor und während eines Tages auf dem Wasser vor Mallorca hilft – und warum eine Segelyacht unter Segeln oft ruhiger liegt, als du denkst.

Vom Team von Sail Mallorca · Veröffentlicht · 2 Min. Lesezeit

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Seekrankheit macht deutlich mehr Menschen Sorgen, als sie tatsächlich trifft. An den meisten Sommertagen ist die Bucht von Palma ruhig, und die meisten Gäste merken überhaupt nichts. Wenn du weißt, dass du empfindlich bist, hilft trotzdem ein wenig Vorbereitung.

Das sind allgemeine Tipps unserer Crew, keine medizinische Beratung. Bei Vorerkrankungen oder Medikamenten frag bitte deine Ärztin, deinen Arzt oder die Apotheke.

Warum sie entsteht

Seekrankheit ist ein Widerspruch zwischen dem, was deine Augen sehen, und dem, was dein Gleichgewichtssinn spürt. Unter Deck oder beim Blick aufs Handy melden die Augen dem Gehirn Stillstand, während das Innenohr die Bewegung des Boots spürt. Genau dieser Konflikt sorgt für das flaue Gefühl. Fast alle Tipps unten zielen darauf, beide Signale wieder in Einklang zu bringen.

Vor dem Törn

  • Gut schlafen, auf die lange Nacht davor verzichten. Müdigkeit und Kater gehören zu den häufigsten Auslösern.
  • Leicht frühstücken. Ein leerer Magen macht es oft schlimmer, ein schweres, fettiges Essen auch. Brot, Cracker, Obst oder Joghurt sind eine gute Wahl.
  • Mittel früh nehmen. Tabletten und Pflaster wirken am besten vor der Abfahrt, nach Packungsbeilage oder Rat der Apotheke. Manche machen müde – probier sie an einem Tag aus, an dem es nicht darauf ankommt.
  • Ingwer hilft manchen. Ingwerbonbons oder -kekse lassen sich leicht mitnehmen.
  • Wenn möglich, einen Vormittagstörn wählen. Im Sommer frischt der Wind in der Bucht von Palma meist erst am Nachmittag auf, vormittags ist es oft ruhiger.

An Bord

  1. An Deck bleiben, an der frischen Luft. Meide die Kajüte, vor allem längere Zeit.
  2. Auf den Horizont schauen oder auf einen festen Punkt an Land. Das ist das Wirksamste überhaupt.
  3. Tief und mittig sitzen, dort bewegt sich das Boot am wenigsten. Der Bug bewegt sich am meisten.
  4. Handy weglegen. Lesen oder Scrollen löst den Widerspruch zwischen Augen und Ohr am schnellsten aus.
  5. Ans Steuer gehen. Beim Steuern bleibt der Blick am Horizont und der Kopf beschäftigt – viele Skipper lassen Gäste gern mal ran.
  6. Wasser in kleinen Schlucken trinken und etwas Neutrales knabbern.
  7. Der Crew früh Bescheid sagen. Sie kennt das, nimmt es dir nicht übel und kann dir oft einen besseren Platz zeigen oder den Kurs anpassen.

Warum Segeln ruhiger sein kann, als du denkst

Viele Erstgäste halten die Segelyacht für die schlechteste Wahl. Oft ist das Gegenteil der Fall. Mit gesetzten Segeln drückt der Wind das Boot in eine gleichmäßige Schräglage, und dieser konstante Druck dämpft das seitliche Rollen. Ein Boot, das stabil unter Segeln läuft, fühlt sich oft ruhiger an als eines, das vor Anker schaukelt oder unter Motor durch die Wellen hüpft.

Vor Anker

Liegt das Boot erst in einer Bucht vor Anker, ist ein Sprung ins Wasser eine der besten Kuren. Das kühle Wasser und der Positionswechsel helfen den meisten schnell. Wer nicht schwimmen möchte, setzt sich auf die Badeplattform und hält die Füße ins Wasser.

Zwei Gäste im Wasser an der Badeleiter der Yacht, die sich zuprosten
Abkühlung an der Badeleiter vor Anker.

Wann ein anderer Tag besser ist

Wenn starker Wind oder Dünung angesagt ist, sagt dir ein guter Skipper das und schlägt eine geschütztere Route oder einen anderen Termin vor. Das ist kein schlechter Service, sondern gute Seemannschaft.

Häufige Fragen

Ist ein Segelboot schlimmer für Seekrankheit als ein Motorboot?
Nicht unbedingt. Wenn die Segel stehen, drückt der Wind das Boot in eine gleichmäßige Schräglage, die das Rollen dämpft. Viele empfinden das als angenehmer als ein Motorboot, das vor Anker schaukelt oder bei hoher Fahrt durch die Wellen schlägt.
Wo sitze ich am besten, wenn mir unwohl ist?
An Deck an der frischen Luft, möglichst mittig und tief im Boot, mit Blick auf den Horizont. Geh nicht unter Deck.
Helfen Tabletten gegen Seekrankheit?
Vielen hilft das, am besten wirken sie aber, wenn man sie vor den ersten Beschwerden nimmt, und manche machen müde. Lass dich in der Apotheke beraten, besonders wenn du andere Medikamente nimmst oder mit Kindern reist.
Geht Seekrankheit weg, wenn das Boot stillsteht?
Meist schnell. Schwimmen vor Anker oder ein kurzer Landgang helfen den meisten in kurzer Zeit.

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